Feed on
Artikel
Kommentare

Ungefähr Genau 2,5

… oder was Ted Barr, Oswald Jacoby und John R. Crawford von Neil Kazaross hätten lernen können.

Ted Barr führt in seinem Buch “Barr ond Backgammon”* folgende Position an:

+-13-14-15-16-17-18-+---+-19-20-21-22-23-24-+
|  '  '  '  '  '  ' | 2 |  '  '  '  ' 1X 2X |
|                   |   |                   |
|                  |   |        1 3       |
|  '  '  '  '  '  ' |   |  ' 1O  ' 2O  '  ' |
+-12-11-10--9--8--7-+---+--6--5--4--3--2--1-+

Pipcounts: Weiss 4, Schwarz 11

Position ID: CwAAwAQAAAAAAA Match ID: QYkMAAAAAAAA

Für Schwarz stellt sich nun die Frage: 3/off 3/2 oder 3/off 5/4? Barr zählt alle Würfe durch und stellt fest, dass nach 3/off 3/2 insgesamt 19 Würfe beim nächsten Mal beide Steine ausspielen (53%), bei 3/off 5/4 sind es nur 17 (47%). Es ist sicherlich eine gute Übung die Kombinationen im Kopf durchzugehen, ein Vergnügen ist es -gerade im Spiel- nicht.

Das Lesen fortsetzen »

Das gewisse Extra

Holen Sie es sich jetzt! ;) Auch unter den erfahrenen Spielern ist die “Extra” - Regel eher unbekannt. Aber gerade in der Chouette hat sie sich als durchaus sinnvoll erwiesen. Und so geht’s:

1. Das Extra im Money Game

Wenn Spieler A (Alice) doppelt und Spieler B (Bob) den Würfel annimmt, hat Alice die Möglichkeit Bob ein Extra zu geben, d.h. Bob einen zweiten (extra) Dopplerwürfel zu geben. Dieser zweite Würfel hat den gleichen Wert wie der erste. Im Gegenzug muss Alice Bob den Ausgangswert des Würfels in Punkten überweisen.

Beispiel: Der Würfel liegt in der Mitte auf 1. Alice doppelt auf 2. Bob nimmt den Würfel an. Alice gibt Bob einen zweiten Würfel auf 2 und überweist ihm einen Punkt.

Der Einfachheit halber kann Alice auch Bob auffordern den ursprünglichen Würfel zu Beavern und ihm dafür einen Punkt überweisen. Das Ergebnis ist das gleiche.

Das Lesen fortsetzen »

Das Märchen um X-22

Wenn Sie die ‘Bibel des Backgammon’ von Paul Magriel aufschlagen, werden Sie dort keine Abkürzungen, wie etwa “Mat. 16,26″ finden, denn sie geht nur auf einen einzigen ‘Evangelisten’ zurück: X-22. Wofür aber steht “X-22″? Wer hat sich dieses Kürzel unter dem Paul Magriel auf allen Turnieren dieser Welt geführt wird, ausgedacht?

Die Lösung dieses Rätsels haben wir Cris Bray* zu verdanken: Um sich mit den Besonderheiten des Matchplays vertraut zu machen, veranstaltete Paul Magriel ein Turnier mit 64 Teilnehmern, die er mit X-1 bis X-64 bezeichnete. 64 fiktive Teilnehmer, denn tatsächlich war er selbst der einzige, der die Würfel warf und die Spielsteine bewegte. Man kann sich schon denken, dass so ein Turnier eine Weile dauert. Jedenfalls ging am Ende aus einem spannenden Finalmatch mit X-34, X-22 als Sieger hervor. Und weil sie nicht gestorben sind, würfeln sie noch heute…

Das Lesen fortsetzen »

Sie ist Teil jedes Western Films: Die kritische halbe Sekunde, die der Gute schneller ziehen muss, um dem feigen Gegenüber, dessen Hand natürlich als erste zum Holster schnellt, zuvorzukommen und ihm eine Kugel zwischen die Rippen zu jagen. Sieger ist, wer zuletzt zieht und zuerst trifft. Es ist klar worum es geht: Die Reaktionszeit!

Weniger klar dürfte sein, was die Reaktionszeit mit dem Backgammon zu tun hat!? Nun, die Reaktionszeit ist eigentlich die Zeit zwischen Reiz und Reaktion. Man stelle sich vor, Iwan Pawlow hätte seinem Hund Futter gegeben und eine halbe Stunde später die Glocke läuten lassen. Hätte dieser dabei etwas gelernt? Nein! Damit das Gehirn Reiz und Reaktion miteinander verbindet, sollte nur etwa eine halbe Sekunde dazwischen liegen*.

Das Lesen fortsetzen »

Nein, das Format des Buches “The Backgammon Encyclopedia”* von Kit Woolsey erinnert nicht im Entferntesten an die 12 Bände Brockhaus, die schon so manches Ikea Regal in die Knie gezwungen haben. Als das 124 Seiten starke Heft vor einigen Monaten in meinem Briefkasten lag, war ich etwas enttäuscht. Aber das Wichtigste steht ja bekanntlich im Kleingedruckten und dieses Buch ist 124 Seiten Kleingedrucktes!

In 9 Kapiteln und über 200 Referenzpositionen behandelt Kit Woolsey alle Standardsituationen in denen der Dopplerwürfel eine Rolle spielt (Blitz, Holding Game, Anchor Game, Priming Game, Backgame uvm.). Jedes Positionsdiagramm ist mit den Ergebnissen des Rollouts und Woolsey’s verständlicher Analyse versehen. Aber was bringt diese Informationsflut, wenn nichts davon hängen bleibt? Wenig! Darum müssen wir das Netz enger stricken…

Das Lesen fortsetzen »

« Newer Posts - Older Posts »